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Fußball-WM 2010

Revolutionäres Moderationstool im TV-Studio

Mit einem weltweiten Novum im Moderationsbereich hat Das Erste den Start der Fußball-WM 2010 eingeläutet: Im seinem Hauptstudio im International Broadcast Centre (IBC) in Johannesburg können die Moderatoren mit einem interaktiven Moderationstool selbst Sendungsinhalte in Echtzeit steuern. An einem touchsensitiven 103“ Plasma Display, auf dem mehrere Full-HD Bildquellen in Vorschaufenstern visualisiert werden, kann der Moderator per Touch die gewünschte Quelle anwählen und bewegen. Damit kann er zu jeder Zeit auf aktuelle Geschehnisse reagieren und Live-Schaltungen frei wählen oder die Bildreihenfolge dem Gesprächsverlauf mit Studiogästen anpassen – ohne regieseitige Steuerung. Der Moderator schreibt so quasi aus der Situation heraus das Drehbuch der Sendung. Im Auftrag und in enger Zusammenarbeit mit dem SWR (Stuttgart) hat die ICT AG dieses grandiose Moderationstool entwickelt.

Für die unglaubliche Flexibilität dieser Touch-Anwendung sorgt eine ausgeklügelte Programmierung, die auf eine komplexe Datenbank zurückgreift. In die Benutzeroberfläche, die auf dem touchsensitiven Plasma-Bildschirm im TV-Studio visualisiert wird, können die in der Datenbank hinterlegten Bildquellen frei in definierte Platzhalterfenster eingespeist werden – egal, ob es sich hierbei um Live-, Bild-, Film- oder Web-Quellen handelt. Während die aktuell gewählte Quelle im Großformat visualisiert wird, sind die anderen Quellen im Kleinformat auf der Oberfläche präsent. Fällt zum Beispiel ein Tor während der Moderator gerade die Wetterdaten an den Spielorten im Großformat präsentiert, kann er sofort reagieren und die entsprechende Live-Quelle anwählen. Zur hardwareseitigen Realisierung des Bedienkonzepts konnte das ICT-Team auf sein Know-how im Bereich Mediaserver zurückgreifen. Das System baut deshalb auf Pandoras Boxen auf, welche ständig drei Full-HD Streams mit sendetauglich geringem Delay verarbeiten können. Für die Spielanalyse wurde eine weitere, knifflige Programmierung realisiert, die es dem Moderator ermöglicht, von der Regie vorgeschlagene und in die Benutzeroberfläche eingespeiste Highlightszenen am Screen zu steuern. Per Touch kann die ausgewählte Szene vor- bzw. zurückgespult und sogar in das laufende Bild hinein gezoomt werden; der Slow Motion Betrieb bietet weitere Analysemöglichkeiten. Dank der eingesetzten Full-HD Technik ist dies erstmals in äußerst beeindruckender Qualität möglich. Aber auch Mannschaftsaufstellungen oder Spielzüge-Besprechungen können vom Moderator interaktiv präsentiert werden: Per Touch sind die Spieler wie Schachfiguren bewegbar und so z. B. strategische Änderungen im Vergleich zur letzten Mannschaftsaufstellung verständlich visualisierbar. Zu jedem Spieler sind zudem Hintergrundinformationen wie beispielsweise die Anzahl an Ballkontakten oder die erhaltener Verwarnungen bzw. Platzverweise abrufbar. Auch hier ermöglicht die transparente Struktur der Datenbank die Hinterlegung aller denkbaren Informationen und Formate. Die Programmierungen der verschiedenen Szenarien hat das ICT-Team in enger Abstimmung mit seinem Berliner Partner Burmester Event- und Medientechnik umgesetzt. Anpassungen in der Programmierung sind jederzeit durch einen Mitarbeiter vor Ort möglich. Parallel zum großen Touchscreen wurde zudem ein 42“ Steglos Display des Bühnenbildes touchsensitiv aufgewertet, so dass auch aus weiteren Kameraperspektiven voller Zugriff auf das Steuerungskonzept möglich ist. Weitere Anlagen mit den dazugehörigen Moderationssystemen sind in drei Ü-Wagen installiert, die mit touchsensitiven 52“ Screens in den Studios der anderen Stadien betrieben werden. Dank der Flexibilität dieser revolutionären Studiotechnik, die mit geringsten Anpassungen auch auf andere Sportveranstaltungen adaptierbar ist, erhält der Zuschauer zu Hause so aktuellste Spielberichterstattungen – natürlich in der ersten Reihe. Wie übrigens auch die Spieler und Betreuer im Quartier der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft, wo das ICT-Team über 40 Displays installiert hat und sämtliche Spiele mitverfolgt werden können.






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