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Eifelmuseum in der Genovevaburg zu Mayen

ict Medientechnik Untertage

Geschichte hautnah können Besucher des seit Mitte September 2003 eröffneten Deutschen Schieferbergwerks in Mayen erleben: Unter der Genovevaburg am Mayener Marktplatz befindet sich tief im Schieferfelsen ein in dieser Form einzigartiges Stollensystem, das ursprünglich als Luftschutzraum während des Zweiten Weltkrieges geschaffen wurde.

In dieser außergewöhnlichen Kulisse hat das Eifelmuseum ein modernes Themenmuseum angelegt, das als „Erlebniswelt des Schiefers“ alle Sinne der Besucher anspricht. Durch den Einsatz von Hand-on Exponaten und die Einbeziehung „Neuer Medien“ wird die lebendige Mischung aus Unterhaltung und Information unterstrichen. Die passende Medientechnik hierfür lieferte die ict AG. Die Planung und Ausschreibung der Technik übernahm das Planungsbüro medienprojekt p2 GmbH, Stuttgart im Auftrag der Kölner Event- und Medien-Agentur facts+fiction GmbH.

 

Medientechnisch ausgestattet wurde der dem Stollen vorgelagerte Ausstellungsbereich „Geologie“ und der Stollen selbst. Bei 80% Luftfeuchtigkeit, nur 8°C Temperatur im Stollen und Tropfwasser von der Decke vermitteln mehrere Multimedia-Stationen, Displays und Lautsprecher den Besuchern die Geschichte des Schieferbergbaus in der Eifel visuell und auditiv. Ansprechende Ton- und Videodokumente erwecken die einzelnen Exponate zum Leben und informieren die Besucher somit auf erlebnisorientierte Weise.

 

Im Bereich „Geologie“ installierte ict zwei 20“ TFT Displays, die DVD-Zuspielungen über den Vulkanismus und dessen Entstehung zeigen. Zudem visualisiert ein von der Decke abgehängter Sanyo Projektor PLC-XP41 die Verschiebung und Entstehung der Erdkontinente auf einem ovalen Kunststoffscreen.

 

Im Stollen sind ebenfalls mehrere 20“ TFT Displays installiert, die den Besucher auf seinem Rundgang durch die Geschichte neben dem Schieferbergbau auch über die Funktion des Stollens während des Zweiten Weltkrieges informieren. Die Displays sind dafür auf ansprechende Weise in ihre Umgebung oder teilweise auch direkt in die Exponate integriert. So wurde beispielsweise ein 15“ TFT in eine alte Sprengkiste und ein 12“ TFT in ein Bergwerkmodell eingearbeitet.

Wissenswertes zum Thema Schiefer liefert zudem eine Projektion auf die Stollenwand. Der hier eingesetzte Sanyo Projektor PLC-XP46 wurde aufgrund der Umgebungsbedingungen im Stollen in ein Klimagehäuse eingebaut und von der Stollendecke abgehängt.

Alle installierten Medien werden jeweils über DVD-Quellen gespeist und sind natürlich auch audiotechnisch versorgt. In der Stollendecke sind weitere wasserdichte Lautsprecher montiert, die die Stollenatmosphäre durch entsprechendes Tonmaterial unterstreichen. So vermittelt

z. B. das per CD-Player zugespielte Audiomaterial „Bunkergespäche“ in kleinen Sitznischen die Atmosphäre eines Zufluchtortes zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges.

 

Die komplette Medientechnik im Bereich „Geologie“ als auch im Stollenbereich, sämtliche Zuspielgeräte sowie fünf Verstärker und sechs Equalizer, die für das perfekte Klangbild sorgen, werden von einem Technikraum aus bereichsbezogen durch je eine ict ControlMachine CM 2 gesteuert. Beide ControlMachines sind untereinander vernetzt und können durch eine gemeinsame Bedienoberfläche angesprochen werden. Die Steuerung ermöglicht es den Betreibern des Bergwerkmuseums auch, die Geräte automatisch zu bestimmten Uhrzeiten ein- bzw. ausschalten zu lassen. Die gewünschten Zeiten können vom Anwender selbst festgelegt werden.

 

Durch die „exotische“ Umgebung und die damit verbundenen Umwelteinflüsse auf die installierte Medientechnik bestand die besondere Herausforderung dieses Projektes darin, eine Lösung zu finden, die den Dauerbetrieb der Geräte gewährleistet. Um die Technik vor extremer Kälte und Tropfnässe zu schützen, entwickelte ict auf diese Anforderungen zugeschnittene Sonderlösungen wie z. B. feuchtraumdichte Gehäuse bzw. Racks, in die die Geräte eingebaut wurden. Klimageräte, Lüfter und Heizelemente in den Schutzgehäusen, die über Hygrostate und Thermostate geregelt werden, stellen diese Feuchtraumdichte sicher.

 

Bereits zwei Jahre vor der Inbetriebnahme begann das Planungsbüro für Medientechnik medienprojekt p2 mit der Planung dieses Projekts. Die ict AG startete im März 2003 mit ihren Planungen und konnte die Installationen vor Ort innerhalb weniger Tage durchführen.

















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