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Deutsches Technikmuseum Berlin

Multimedia-Technologie für die „Lebenswelt Schiff“

In Berlin hat seit Dezember 2003 auf 6.600 qm eine der weltweit größten Ausstellungen zur über 10.000-jährigen Geschichte der Schifffahrt ihre Pforten geöffnet: Im Deutschen Technikmuseum Berlin können über 1.100 Exponate zur Schifffahrtsgeschichte in der neuen Dauerausstellung „Lebenswelt Schiff“ besichtigt werden. Zur Eröffnung der Dauerausstellung setzte das Deutsche Technikmuseum Berlin vor allem auch auf Neue Medien. Die Berliner Niederlassung der ict AG installierte hierfür auf den drei Etagen dieser Ausstellung interaktive Informationsterminals und realisierte multimediale Inszenierungen, die zur Erläuterung und Darstellung der Ausstellungsinhalte dienen.

 

Insgesamt wurden 28 interaktive Terminals eingesetzt, die farblich passend in ihre Umgebungssituation integriert wurden und so mit dem jeweiligen Exponat harmonieren. Design, Funktionalität und Robustheit des ict 17“ UniversAL LC Display als interaktiver Part des Terminals waren bei der Auswahl vor allem ausschlaggebend. Die PC-Signale für die Terminals werden durch einen KVM-Extender übertragen, da diese aus einem entfernt gelegenen, zentralen Technikraum zugespielt werden.

 

Weitere visuelle Informationen zum Thema Schifffahrt erhalten die Museumsbesucher an zehn 42“ Hitachi Plasma Displays, einem 50“ Pioneer Plasma und einen NEC Projektor MT1065, die durch eine innovative Signalquelle bespielt werden: Ein steuerbarer MPEG-2 Player von der Größe einer Zigarettenschachtel liefert ein Videosignal mit einer Datenrate von bis zu 6 Mbit/sek. Aufgrund seiner geringen Abmessungen kann dieses Zuspielgerät „Huckepack“ am Plasma bzw. Projektor befestigt werden. Compact Flash Karten mit einer Kapazität von derzeit bis zu vier Gigabyte dienen hierbei als Speichermedien für das Videomaterial.

Da diese Zuspielgeräte vielseitig steuerbar sind, wurden sie auch für die „Audiostationen“ im Museum verwendet. Über Drucktaster können die Besucher hier ihre Medienauswahl treffen, die dann über die MPEG-2 Chipplayer abgerufen werden.

 

Neben dem Exponat „Nautilus“ realisierte ict auch die medientechnische Umsetzung für das Exponat „Der U-Boot Krieg im Atlantik“.

Hierbei „betritt“ der Besucher ein U-Boot, in dem sich eine ca. 8,8 x 3,10 m große Projektionsfläche befindet. Mit einer Doppelprojektion (NEC GT5000) wird hier periodisch ein Film von zwei synchron gesteuerten DVD-Playern aufprojiziert. Abhängig vom Timecode der Zuspieler steuert die ict Mediensteuerung ControlMachine CM 2 ein Abschattungssystem in vierfacher Ausfertigung, das den zeitgesteuerten „Durchblick“ in sich hinter der Leinwand befindende Ausstellungsvitrinen zu den im Film beschriebenen Exponaten freigibt.

 

Eine weitere CM 2 steuert zudem das Licht im Museum: In allen Ebenen des Museums wird dadurch eine zeitgesteuerte Schaltung des Lichts ermöglicht. Steuertableaus erlauben dabei den manuellen Zugriff auf das System je Ebene. Auch die lokale Beschallung der einzelnen Ausstellungsbereiche wurde durch ict vorgenommen.

 

Das Deutsche Technikmuseum Berlin als Museum von internationalem Rang verfügt mit seinen verschiedenen Ausstellungsbereichen über ein facettenreiches Spektrum an alter und neuer Technik. Der Einsatz der Neuen Medien im Museum unterstreicht deren zunehmende Bedeutung für Museen. Komplexe und erklärungsbedürftige Inhalte einer Ausstellung können durch multimediale Anwendungen zur optimalen und erlebnisorientierten Veranschaulichung der Thematiken beitragen.









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